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(H) Jaeger-LeCoultre "Master Grande Tradition"






Master Grande Tradition:

Die neue Uhrenlinie von Jaeger-LeCoultre
Eine perfekte Mischung aus modernster Technik und
traditioneller Uhrmacherkunst

2009 stellt Jaeger-LeCoultre eine neue Linie außergewöhnlicher Zeitmesser vor – die Master
Grande Tradition. Zwei Modelle eröffnen eine Kollektion, in der die Manufaktur die
traditionellen Werte der feinen Uhrmacherei perfekt mit den technischen Errungenschaften
des 21. Jahrhunderts verbindet: Die beiden Modelle heißen Master Grande Tradition à
Tourbillon à Quantième Perpétuel und Master Grande Tradition à Répétition Minutes.
Die Entwicklung und Herstellung solch komplizierter Meisterwerke hängt selbstverständlich im
hohen Grade vom Können der Uhrmacher in der Grande Maison im Valleé de Joux ab – von
Techniken und Fähigkeiten, die bei Jaeger-LeCoultre seit den 176 Jahren ihres Bestehens
kultiviert und verfeinert werden. Diese authentische Uhrmacherkunst wird in der neuen
Uhrenlinie sichtbar. Mit dem Jaeger-LeCoultre eigenen Gefühl für Ästhetik und Tradition haben
die Uhrmacher Modelle entwickelt, die jeweils zwei ausgesuchte Zusatzfunktionen enthalten. Sie
bringen die Innovationskraft der Manufaktur und gleichzeitig die Pflege der traditionellen
Uhrmacherei bestens zum Ausdruck.

Die ersten zwei Uhren der Linie Master Grande Tradition enthalten Funktionen, die
sogenannten Komplikationen, die es in der Manufaktur in dieser Zusammenstellung noch nie
gegeben hat: Das erste Modell ist ein Tourbillon mit einem Ewigen Kalender, das zweite eine
Minutenrepetition mit einer Regulator-Anzeige. Diese zweite Uhr verfügt über eine
ungewöhnlich hohe Gangreserve von zwei Wochen. Das ist die traditionelle Seite der
Uhrmacherei. Daneben wird jede Gelbgold-Uhr mit der modernsten Antriebstechnik des 21.
Jahrhunderts ausgerüstet, einer in den Forschungslaboren von Jaeger-LeCoultre völlig neu
entwickelten Silizium-Diamant-Hemmung. Im Vergleich zur traditionellen Hemmung verbessert
sie entscheidend die Leistung der komplizierten Zeitmesser. Um den Gewinn an Präzision zu
verdeutlichen, führt Jaeger-LeCoultre gleichzeitig mit dieser Uhrenlinie ein neues Testverfahren
ein, den 1.000-Stunden-Test in einer Chronometer-Variante.

Das Tourbillon mit Ewigem Kalender kommt in einer Auflage von 300 Stück in Gelbgold, die
Minutenrepetition mit Regulator-Anzeige in einer Auflage von 100 gelbgoldenen Uhren.
Die Silizium-Diamant-Hemmung: Ein großer Schritt auf dem Weg zu höherer Präzision
Herz der beiden Uhren ist die neu entwickelte Silizium-Hemmung mit Diamantbeschichtung.
Die Spezialisten von Jaeger-LeCoultre haben bereits Erfahrung im Umgang mit dem Hightech-
Material Silizium gesammelt: Es fand schon in der revolutionären Master Compressor Extreme
LAB Verwendung, der ersten mechanischen Uhr, die völlig ohne Schmierung läuft. Auf den
Grundlagen der Erkenntnisse, die sie mit dieser Erfindung gewannen, haben die Techniker eine
neue Silizium-Hemmung für die Linie Master Grande Tradition entworfen. Dabei bestehen
Anker und Ankerrad aus Silizium, das mit einer neuartigen Diamantbeschichtung überzogen ist.
Siliziums Eigenschaften machen es zum Material der Wahl, wenn es bei mechanischen Uhr um
noch größere Präzision geht: Es ist erstens extrem hart und unempfindlich gegenüber Verschleiß.
Auf eine Schmierung mit Öl kann deshalb verzichtet werden. Zweitens verringert sein äußerst
niedriger Reibungskoeffizient deutlich die Reibungsverluste bei der Kraftübertragung innerhalb
des Uhrwerks. Drittens ist es viel leichter als Stahl, was eine verringerte Trägheit im Vergleich zu
dem traditionellen Hemmungsmaterial bedeutet – das Uhrwerk läuft also mit einem höheren
Wirkungsgrad. Viertens kann man mit der Silizium-Wafer-Technik Komponenten herstellen, die
um ein Vielfaches exakter sind als ihre Stahl-Pendants – und problemlos reproduziert werden
können. Diese verbesserten Gestaltungsmöglichkeiten ermöglichen es fünftens, auch komplexe
Strukturen durch Skelettierung im Gewicht weiter zu verringern, was in der späteren
Anwendung zu einem abermals geringeren Trägheitsmoment führt. Das erhöht deutlich die
Energie, die die Unruh im Verlauf des Antriebs tatsächlich erreicht. Sechstens lassen sich mit
Silizium Single-Block-Teile mit höchster Präzision herstellen, also komplexe Formen aus einem
einzigen Werkstück. Ein Silizium-Anker besteht demnach nicht mehr aus einem Anker und zwei
individuell eingesetzten Rubin-Paletten, sondern aus einem einzigen, exakt berechneten und
präzise konstruierten Stück.

Nach einer Reihe von Experimenten haben die Uhrmacher von Jaeger-LeCoultre sich
entschieden, die Siliziumteile zum Schutz mit einer Diamantschicht zu überziehen.
Normalerweise werden die Teile von einer Oxidschicht (Siliziumdioxid, SiO2) bedeckt, die sie
resistent gegen Beschädigungen macht. Das hat allerdings einen gravierenden Nachteil:
Zwischen zwei Siliziumdioxid-Flächen, wie etwa einem Anker, der gegen das Ankerrad schlägt,
erhöht sich die Reibung und der Abrieb. Tribologisch, also reibungswissenschaftlich untersucht,
schneidet diese Art von Silizium-Teilen bedeutend schlechter ab als die klassischen,
geschmierten Hemmungseinheiten. Die Vorteile, die durch die Verwendung von Silizium erzielt
werden, wie die Verringerung von Gewicht und die höhere Produktionspräzision, werden also
durch schlechte Reibungswerte teilweise wieder aufgehoben.
Dieses Problem kann mit einer Diamantbeschichtung gelöst werden, wie die Spezialisten im
Forschungslabor von Jaeger-LeCoultre herausgefunden haben. Sie leistet einen höheren Schutz
gegen Kratzer als Siliziumdioxid, vor allem aber verbessert sie deutlich die Reibungswerte. Denn
die Diamantbeschichtung wird mit einem Plasma-Laser-Verfahren poliert, wodurch die
Kristalloberfläche extrem hart und mikroskopisch glatt wird. Durch diesen Prozess erhalten die
Silizium-Komponenten eine beispiellose Widerstandsfähigkeit gegenüber Verschleiß und einen
Reibungskoeffizienten (die sogenannte Reibungszahl), der nur halb so groß ist wie der von
Materialien, die mit Siliziumdioxid beschichtet sind.
Vergleicht man den Reibungskoeffizienten der unterschiedlichen Materialien, bekommt man
aussagekräftige Ergebnisse: 0,08 ist die (einheitslose) Reibungszahl zwischen zwei
Diamantoberflächen, 0,16 die zwischen zwei Siliziumdioxid-Oberflächen im gleichen
Versuchsaufbau – also doppelt so hoch. Die Reibungszahl von Stahl mit Rubin, die mit Öl
geschmiert werden, beträgt 0,13. Die Verwendung von diamantbeschichtetem Silizium für die
Hemmungsteile erhöht die Effizienz des Uhrwerks insgesamt um 15 Prozent. Die Trägheit der
Komponenten wird durch die Verwendung von Siliziumkomponenten gedrittelt, die Präzision
der Herstellung verringert außerdem den Gegenschlag des Ankers, der sonst zu weiteren
Effizienzverlusten führen würde, gleichzeitig werden die Reibungsverluste deutlich reduziert.

Ein neues Qualitätssiegel: Der 1000-Stunden-Test als Chronometer-Variante
Speziell für die neue Uhrenlinie haben die Uhrmacher von Jaeger-LeCoultre den berühmten
1000-Stunden-Test weiter verfeinert. Damit wollen sie die Präzision deutlich machen, die durch
die wegweisende Hemmung ganz neue Höhen erreicht. Schon in seiner bisherigen Form sorgte
der 1000-Stunden-Test für eine extrem strenge Qualitätskontrolle der Uhren aus der Grande
Maison. Dabei werden die Zeitmesser auf Wasserdichtheit, Stoßsicherheit, einwandfreie
Funktion unter realen Bedingungen und selbstverständlich auf ihre Ganggenauigkeit hin
überprüft.
Für die Uhren der Linie Master Grande Tradition, die mit der neuen Silizium-Hemmung
ausgerüstet sind, ist der 1000-Stunden-Test um eine weitere Untersuchungsreihe ergänzt
worden, die in enger Anlehnung an die Kriterien der offiziellen Schweizer
Chronometerprüfstellen (COSC) entwickelt wurde. Der Unterschied zwischen diesen Tests
und denen der COSC liegt allerdings darin, dass Jaeger-LeCoultre nicht nur die Uhrwerke selbst
– ohne ihre Komplikationen – prüft, sondern die fertigen Uhren. Das entspricht der international
gültigen ISO-Norm. Damit nicht genug: In Zukunft werden nicht nur die Uhren der Serie Master
Grande Tradition nach bestandener Prüfung das Qualitätssiegel 1000-Stunden-Chronotest
erhalten, sondern nach und nach alle Uhren, die in der Grande Maison hergestellt werden.
Hinsichtlich der neu entwickelten Hemmung bietet eine Master Grande Tradition ihrem stolzen
Besitzer ein weiteres wichtiges Detail: Zusätzlich zum theoretischen Wissen um die
anspruchsvolle Technik kann man die Geheimnisse der Siliziumhemmung auch selbst ergründen.
Die Uhren werden nicht nur mit einem Saphirglas im Gehäuseboden ausgerüstet, sondern in
den Boden ist zusätzlich eine Lupe integriert – direkt über der Hemmung, damit man dieses neu
entwickelte Hightech-Herz der Uhr genau beobachten kann.

Zeitgemäßes Design für die neue Uhrenlinie
Das Design der neuen Modelle unterscheidet sich erheblich von den Formen der bisherigen
Modelllinien. Mit dem Neuentwurf soll die ungewöhnliche Zusammenführung der
verschiedenen Komplikationen auf den ersten Blick deutlich gemacht werden. In seiner
Schlichtheit und Eleganz drückt es die Kultiviertheit der traditionellen Uhrmacherkunst aus und
gleichzeitig die Modernität des Werkkonzepts. Um die Exklusivität der neuen Linie zu
unterstreichen, werden die Gehäuse nur in Edelmetallen wie Gelbgold, Platin und Roségold
hergestellt. Eine fein geschwungene Lünette umgibt die Zifferblätter, deren klares und
hochwertiges Finish deutlich macht, dass bei der Herstellung dieser Uhren wie immer im Hause
Jaeger-LeCoultre auch auf die kleinsten Details geachtet wird.
Dank des breit gefächerten Angebots der Handwerkskünste in der Manufaktur wird
sichergestellt, dass jedes Werkteil, auch die modernsten Hightech-Materialien, in Herstellung
und Verarbeitung den höchsten Ansprüchen der feinen Uhrmacherei genügen. Jede
Komponente wird von Hand bearbeitet, alle Werkteile werden mit einer beeindruckenden
Finissage versehen – von den einzelnen Gehäusekomponenten bis hin zu den kleinsten Teilen
des Uhrwerks. Das ist der selbstverständliche Maßstab für alle der zum Teil nur noch selten
praktizierten Handwerkskünste, die bei Jaeger-LeCoultre so liebevoll bewahrt werden.

Traditionelle Komplikationen mit modernen Leistungsmerkmalen
Mit ihren neuen Linie Master Grande Tradition unterstreicht die Grande Maison im Vallée de
Joux ihre Kompetenz in der Uhrmacherei und zugleich ihre Innovationskraft bei den
zeitgemäßen Techniken. Die ungewöhnliche Verbindung von jeweils zwei Komplikationen in
einem Werk lassen diese neuen Sterne der Manufaktur besonders hell leuchten: Das erste
Modell verbindet ein Tourbillon mit einem Ewigen Kalender, das zweite ist die erste
Minutenrepetition mit einer Regulator-Anzeige – ihr Handaufzugswerk verfügt noch dazu über
zwei Wochen Gangreserve.
Unter ihrer klassischen Hülle sind die Uhren mit beeindruckender Uhrmachertechnik gefüllt.
Hinsichtlich Zuverlässigkeit und Genauigkeit stehen sie auf einem Niveau, das nur die technisch
ausgereiftesten Kreationen erreichen können. Sie sind das Resultat jahrelanger Forschung in der
Klangwissenschaft, der Materialkunde und der angewandten Herstellungsmethoden. Die Uhren
sind tickender Beweis, dass man durch die Verwendung modernster Werkstoffe eine noch
höhere Stufe der Präzision erreichen kann, ohne sich dabei von den Ansprüchen der klassischen
Uhrmacherei zu entfernen.
Es verwundert deshalb kaum, dass die Produktion jedes einzelnen dieser außergewöhnlichen
Zeitmesser immer aufs Neue eine besondere Herausforderung darstellt: Jedes Kaliber besteht
aus mehr als 400 Teilen, die wegen ihrer extremen Komplexität nur jeweils von einem
Uhrmacher allein zusammengesetzt, justiert und in die Gehäuse eingeschaltwerden können.
Angetrieben von der Suche nach der ultimativen Präzision sorgt diese Vorgehensweise dafür,
dass jedes Werk eine einzigartige Kreation ist.

Unübertroffene Uhrmacherei: Das neue Jaeger-LeCoultre Kaliber 987
Das Kaliber 987, das erste Jaeger-LeCoultre Kaliber, das ein Tourbillon mit einem Ewigen
Kalender vereint, besteht aus exakt 401 Teilen. Sein ausgeklügeltes Konzept basiert auf einer
sogenannten Split-Level-Struktur. Das bedeutet, dass das Zifferblatt in mehrere Ebenen
unterteilt ist. Ermöglicht wird diese Anordnung, indem der Ewige Kalender modular auf das
Tourbillon-Uhrwerk konstruiert ist. In der erhöhten Ebene werden die Stunden, die Minuten
sowie die Funktionen des Ewigen Kalenders angezeigt. Etwas tiefer in der unteren Ebene und im
unteren Teil des Zifferblatts dreht sich der komplizierte Tourbillon-Käfig. Durch diese
Konstruktion ist ein besonderer Effekt garantiert: Das Tourbillon dreht sich, eingebettet in die
Werkbrücken, und durch das exzellente Finish glitzert es wie ein Juwel, das in einem Gehäuse
aus gleißendem Licht untergebracht ist.
So elegant diese Konstruktion auch ist, sie muss den Anforderungen an Leistung und Qualität
entsprechen, die jedes Uhrwerk aus dem Hause Jaeger-LeCoultre auszeichnet. Deshalb ist die
gesamte Konstruktion auf die strikten Anforderungen der Grande Maison in Bezug auf
Robustheit, konstruktive Raffinesse und selbstverständlich auf Genauigkeit abgestimmt. Die
Unruh mit ihrer variablen Masse wurde groß bemessen (sie hat eine Trägheit von 11,5 mg x
cm2), damit sie nicht durch Erschütterungen aus dem Takt gebracht werden kann. Die
Konstruktion dieses Uhrwerks erlaubt eine Schwingung der Unruh im Tourbillon-Käfig in einer
schnellen Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Der neue Anker aus
diamantbeschichtetem Silizium hat eine kompaktere Form als die traditionellen Schweizer
Anker. Er rückt dadurch das Hemmungsrad näher ans Zentrum des Tourbillons, was zu einer
deutlichen Energieeinsparung führt. Die bedeutendste Innovation haben die Uhrmacher und
Ingenieure von Jaeger-LeCoultre aber auch hier mit der Wahl des Materials geschafft: Indem sie
den Tourbillon-Käfig aus Grad 5 Titan bauen, erreichen sie eine Konstruktion, die so leicht ist,
dass die insgesamt 78 Teile des Tourbillons nur 0,28 Gramm wiegen.
Als vollwertiger, moderner Ewiger Kalender mit allen Raffinessen zeigt die Uhr das Datum, den
Tag, die Woche und den Monat an, wobei die Monatslängen automatisch berücksichtigt
werden, genauso wie der Kreislauf der Schaltjahre. Um diese komplexen Berechnungen leisten
zu können, muss das mechanische Gedächtnis auf 1461 Tage programmiert werden – also auf
jeden einzelnen Tag über einen Zeitraum von exakt vier Jahren. Diese Mechanik ist so
aufwändig, dass sie allein mehrere hundert Teile benötigt, um die korrekte Anzeige über die
unterschiedlichen Räder und Federn und Triebe in einem genau festgelegten Konzert anzeigen
zu können.
Des Weiteren ist das Automatikwerk mit einem schmierungsfrei laufenden Aufzugsrotor
ausgestattet, der durch seine einseitige Aufzugsrichtung dafür sorgt, dass die Gangreserve von
48 Stunden innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung steht. Denn die Manufaktur hat durch Tests
herausgefunden, dass ein Aufzug, der nur in eine Richtung wirkt, effektiver funktioniert als einer,
der in beide Richtungen aufzieht.

Das Jaeger-LeCoultre Kaliber 947R: In jeder Beziehung eine besondere Repetition
Die Entwicklung eines Repetitionsmechanismus, der auf Knopfdruck die Zeit hörbar macht, gilt
in der Uhrmacherei als eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt. Das Jaeger-LeCoultre
Kaliber 947R, das die Manufaktur in der neuen Linie Master Grande Tradition vorstellt, ist an
sich schon eine ganz besondere Uhr. Es ist eine Weiterentwicklung des vor vier Jahren
vorgestellten Kalibers 947. Neben einer weiteren Verbesserung des Klangverhaltens und der
Technik kommt bei dem neuen Kaliber 947R eine Zeitanzeige in Form einer Regulator-
Anordnung hinzu.
Schon 2005 bei seiner Neuvorstellung stellte das Kaliber 947 eine außergewöhnliche Erfindung
dar: Mit seinem patentierten Crystal Gong eröffnete es eine ganz neue Sphäre in der
Klangtechnik. Der Crystal Gong trägt seinem Namen, weil die Tonfeder bei dieser Uhr an das
Uhrglas aus Saphirkristall angeschweißt wurde. So kann das Uhrglas als Klangkörper genutzt
werden. Die Schalleigenschaften des Kristalls verbessern den Klang der Uhr gegenüber
herkömmlichen Repetitionsuhren: Die Klangvibrationen sind intensiver und reiner. Denn auch
bei dieser Uhr gilt das eherne Gesetz der Manufaktur: Hohe Uhrmacherkunst geht immer mit
hohem Gebrauchsnutzen einher. In diesem Fall heißt das, dass auch eine Repetitionsuhr aus
dem Hause Jaeger-LeCoultre wasserdicht sein muss. Normalerweise nutzen Klanguhren das
ganze Gehäuse als Verstärker, worunter aber die Wasserdichtheit leidet. Nicht so die Master
Grande Tradition à Repetition: Weil hier das Uhrglas als Resonanzkörper dient, kann diese Uhr
auch mit einer zeitgemäßen Wasserdichtheit von 50 Metern aufwarten.
Weil aber jede Entwicklung, so revolutionär sie auch sein mag, bei Jaeger-LeCoultre immer
wieder überprüft und verbessert wird, sind zu dem ursprünglichen Kaliber 947 einige weitere
technische Neuerungen hinzugekommen, die erneut die Kompetenz der Manufaktur bei der
Entwicklung dieser hochkomplizierten Zeitmesser verdeutlicht. Bei dem neuen Kaliber 947R
bestehen die Tonfedern aus einem neu entwickelten Metall, das nach einer geheimen Formel
einzig für Jaeger-LeCoultre gemischt wird – die Grande Maison ist Eigentümer dieser Formel.
Des Weiteren haben die Uhrmacher die Form der Tonfedern verbessert: Sie verjüngen sich
zum Ende hin, um die Dauer der Schwingung und damit den Ton zu verlängern. Zusätzlich
haben die Spezialisten der Grande Maison den Anschlagpunkt für die Tonhämmerchen
überarbeitet. Diese Anschlagsektion ist jetzt quadratisch geformt, dadurch hat der Hammer eine
größere und präziser definierte Auftrefffläche und das Tonvolumen wird weiter gesteigert. Weil
die Tonfeder mit ihrem Ansatzblock komplett aus einem Teil gefräst wird, geht bei der
Tonübertragung weniger Energie verloren und die Fortpflanzung der Schwingung verbessert sich
gegenüber dem Vorgängermodell nochmals.
Nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Klangtechnik, sondern auch durch die besonders
hohe Gangreserve von mehr als zwei Wochen gebührt der Master Grande Tradition à
Répétition Minutes ein Äußeres, das ihre ungewöhnlichen Eigenschaften auf den ersten Blick in
Szene setzt. Um die Inspiration durch die klassische Uhrmacherei zu verdeutlichen, haben die
Designer der Grande Maison bei der Zifferblattgestaltung das Erscheinungsbild der Regulator-
Standuhren übernommen, jener Präzisionspendeluhren, die früher in Uhrmacherateliers als
Referenzuhren für die Ganggenauigkeitsprüfungen standen. Dafür hatten diese Pendeluhren ein
Zifferblattdesign, das in seiner Klarheit bis heute seines Gleichen sucht: Die zwei Hauptzeiger
sind auf separaten Achsen positioniert, die Stunde läuft in einem kleinen Hilfszifferblatt bei 12
Uhr, die Minute kommt aus dem Zentrum und die Sekunde tickt in einem kleinen Zifferblatt bei
6 Uhr. So verdecken sich die Zeiger selten und die Uhrmacher konnten mit einem kurzen Blick
die genaue Zeit ablesen – was zur präzisen Zeitbestimmung unabdingbar war. Außerdem
erlaubt dieses System, die einzelnen Zeiger unabhängig voneinander zu steuern, was eine
mögliche Berührung oder Reibung der Zeiger ausschließt. Nur so ist eine fehlerlose Funktion
der Zeitanzeige möglich. Und bis heute stellt das Regulator-Zifferblatt eine Komplikation dar, die
für hochpräzise Uhren reserviert ist.
Die neue Minutenrepetition in der Linie der Master Grande Tradition ist die einzige Uhr
überhaupt, die die aufwändige Technik eines Klangwerks mit einer zweiwöchigen Gangreserve
und der Tonqualität eines Crystal-Gongs kombiniert. Außerdem präsentiert die Uhr die
Zeitinformationen elegant und dezent. Die kleine Sekunde bei 6 Uhr steht für zeitgemäße
Genauigkeit, während der Stundenzeiger über ein Hilfszifferblatt bei 12 Uhr gleitet und den Blick
auf den Minutenzeiger freilässt, der von der Mitte aus über das ganze Blatt streicht. Zwischen 7
und 8 Uhr gibt es eine Anzeige für die Gangreserve und auf der gegenüberliegenden Seite
zwischen 4 und 5 Uhr eine für das zur Verfügung stehende Drehmoment des Federhauses. Als
Hinweis auf den hohen technischen Entwicklungsstand der Uhr kann man die beiden
Hämmerchen für den Repetitionsmechanismus durch eine Öffnung im Zifferblatt bei 4 Uhr
sehen. Die Hämmerchen zeigen mit der Aufschrift „heure“ beziehungsweise „minute“ ihre
jeweilige Funktion an und wenn man den Repetitionsmechanismus aktiviert, sieht man sie in
schneller Folge auf die Tonfedern schlagen.

Das Design: Anspielung auf die uhrmacherische Tradition
Die ausgeklügelte Charakteristik der Modelle der Kollektion Master Grande Tradition ist, wie
der Name schon andeutet, eine Würdigung der großen Uhrmachertradition. Das neu
entwickelte Gehäuse symbolisiert die Kunst der Dekoration, die diesen außergewöhnlichen
Uhren innewohnt: Es ist perfekt bearbeitet und wird nur aus Edelmetallen hergestellt. Den
Designern der Manufaktur ist es dabei gelungen, auf der Gehäuseoberfläche ein aufregendes
Lichtspiel zwischen den polierten und satinierten Oberflächen einzufangen und damit die
Qualität der Uhren perfekt zum Ausdruck zu bringen. Die Gehäuseflanken sind satiniert, die
oberen Anteile der Bandanstöße und die Gehäuserückseite dagegen poliert. Die runde, polierte
Lünette ist mit ihrer klaren Linie eine Reminiszenz an die klassischen Werte der Uhrmacherei.
Die fein kannelierte Krone, die mit einem polierten JL-Logo versehen ist, steht für die technische
Raffinessen, die im Inneren der Uhren versteckt sind.
Diese Aufmerksamkeit für die kleinsten Details spiegelt sich nicht nur in den Proportionen des
Gehäuses wider, auch das Design der neuen Zifferblätter betont Originalität und Respekt vor
traditionellen Werten. Ihm verdankt die Linie Master Grande Tradition ihre
Unverwechselbarkeit: Dank der systematischen Abwechslung der Oberflächen zwischen
mattem Finish, dem sogenannten Velouté, und dem hufnagelförmigen Clous-de-Paris-Muster
bekommen die Zifferblätter einen einmaligen Ausdruck. Die Dauphine-Zeiger unterstreichen
den klassischen Auftritt der Uhren. Außen am Zifferblatt läuft ganz im Sinne traditioneller
Zeitanzeigen eine Minuterie entlang, die schlichten Stundenindexe sind von Hand aufgesetzt.
Als Meister der traditionellen Handwerkskünste hat die Manufaktur Jaeger-LeCoultre in den
letzten 176 Jahren eine ganze Reihe von altehrwürdigen Dekorationstechniken erhalten und
weiterentwickelt, die man auf der Welt nur noch selten findet. Die konstante technische
Weiterentwicklung der Uhrwerke erfordert von den Ateliers der Manufaktur eine dauernde
Anpassung dieser Dekorationsverfahren und damit eine ständige Entwicklung der
Arbeitsschritte, die auf Techniken beruhen, welche schon lange vor der Verwendung von
Hightech-Materialien existierten. Das macht die Verwendung dieser Dekorationskünste zu einer
permanenten Herausforderung – auch wenn es aus so modernen Materialien wie Titan besteht.
Denn obwohl die geringe Masse des Materials Titan entscheidend für die verbesserte
Ganggenauigkeit ist, lässt sich das Material extrem schwer bearbeiten.

Angemessene Finissage für außerordentliche Modelle
Jede Komponente der Uhren ist so gestaltet und dekoriert, dass sie einen würdigen Baustein im
uhrmacherischen Gesamtkunstwerk der Linie Master Grande Tradition darstellt. Und jede
einzelne spiegelt das hohe Niveau der Fertigkeiten wider, die große Erfahrung und die
exzellente Virtuosität des Dekorations-Ateliers in der Manufaktur. Die Oberflächen sind
entweder mit Clous de Paris versehen, dem Hufnagelmuster, oder mit Côte Soleillée, dem
doppeltem Sonnenschliff, der Perlage, einer Perlierung der Oberflächen, oder der Double
Colimaçonnage, einem zweifachen spiralförmigen Wendelschliff. Oder sie sind schlicht matt
gebürstet, mit dem sogenannten Satinée versehen. Alle diese Schliffe akzentuieren grafisch die
technische Komplexität der Uhrwerke und unterstreichen gleichzeitig ihren geometrischen
Aufbau.
Der Unruhkloben der Master Grande Tradition à Répétition Minutes ist von Hand graviert. Die
Tourbillonbrücke der Master Grande Tradition Tourbillon à Quantième Perpétuel ist ebenfalls
komplett von Hand dekoriert, während der Aufzugsrotor aus 22-karätigem Gold mit Clous-de-
Paris-Muster dekoriert ist. Alle Werkteile aus Edelstahl sind geglättet und abgeschrägt. Die
Brücken der Minutenrepetition und die Grundplatine, die aus unbehandeltem Neusilber
hergestellt ist, haben von Hand gezogene Kanten und akzentuierte, polierte Winkel. Alle
Justierschrauben sind gebläut und die Schrauben für die Lagersteine mit Rhodium beschichtet –
in völliger Harmonie mit den Traditionen der Uhrmacherei, bei der die Ausschmückung der
Werkteile seit jeher eine wichtige Stellung einnimmt. Hier kommen all die seltenen
Handwerkskünste zum Zuge, die bei Jaeger-LeCoultre seit 176 Jahren gepflegt werden.
Die neue Linie Master Grande Tradition repräsentiert mit ihren ersten beiden Modellen eine
authentische Verbindung zwischen dem großen uhrmacherischen Erbe und dem unbeirrbaren
Glauben an den Fortschritt, den die Firma seit fast zwei Jahrhunderten pflegt. Diese beiden
Philosophien, die in der Grande Maison täglich gelebt werden, stellen die Essenz der Kollektion
Master Grande Tradition dar. Sie bilden die Grundsätze einer so noch nie dagewesenen
Verbindung – der Harmonie zwischen edlen Metallen und modernsten Materialien, zwischen
ausgesuchten Verzierungen und technischen Errungenschaften, zwischen technischer
Kultiviertheit und künstlerischer Kreativität. Und das alles mit dem immergleichen Ziel: die
unvergängliche Eleganz der Zeit zu feiern.

Master Grande Tradition Tourbillon à Quantième Perpétuel: Technische Daten
Werk:
Mechanisches Uhrwerk Jaeger-LeCoultre Kaliber 987 mit automatischem Aufzug, von Hand
hergestellt und dekoriert
Höhe: 8.15 Millimeter
Schwingungen: 28.800 pro Stunde
Hemmungssystem: Ankerrad und Anker aus diamantbeschichtetem Silizium
Gangreserve: 48 Stunden
Teile: 401 (Gelbgold), 403 (Platin, Roségold)
Steine: 47 (Gelbgold), 49 (Platin, Roségold)
Rotor: 22 Karat Roségold, aus einen Stück gearbeitet, dekoriert mit Clous-de-Paris-Muster
Funktionen:
Stunde, Minute, Ewiger Kalender mit Datum, Tag, Monat, Jahr und Schaltjahr, Mondphase
Gangregler: Minuten-Tourbillon mit Sekundenzeiger auf dem Käfig
Zifferblatt:
Bronzefarbenes Zifferblatt mit mattem Velouté-Schliff und Clous-de-Paris-Muster.
Massivgoldene Indexe
Zeiger:
Dauphine-Zeiger für Stunde und Minute
Krone:
Aufziehen der Uhr, Stellen der Zeit. Einstellen des Ewigen Kalenders über Drücker im
Gehäuserand
Gehäuse:
Durchmesser: 42 mm
Material: Platin, 18 Karat Roségold oder Gelbgold (limitiert auf 300 Stück)
Uhrglas: Gewölbtes Saphirglas, Härtegrad 9, entspiegelt
Rückseite: Sichtboden mit Saphirglas und eingearbeiteter Lupe über der Hemmungseinheit
Wasserdichtheit: Bis 50 Meter
Armband:
Schwarzes oder braune Alligatorleder mit Faltschließe aus 18 Karat Roségold, Weißgold oder
Gelbgold
Referenzen:
Q500242A (Roségold)
Q500649A (Platin)
Q500142A (Gelbgold) (limitiert auf 300 Stück)
Master Grande Tradition à Répétition Minutes: Technische Daten
Werk:
Kaliber 947 R, mechanisches Handaufzugswerk von Jaeger-LeCoultre, in Handarbeit hergestellt
und dekoriert
Höhe: 9.60 Millimeter
Schwingungen: 21.600 pro Stunde
Hemmungssystem: Anker und Ankerrad aus diamantbeschichtetem Silizium
Gangreserve: 15 Tage aus zwei Federhäusern
Einzelteile: 413
Lagersteine: 45
Funktionen:
Stunde, Minute und Sekunde dezentral in einer Regulator-Anordnung, Gangreserve,
Minutenrepetition mit Drehmomentsanzeige
Zifferblatt:
Bronzefarbenes Zifferblatt mit mattem Velouté-Schliff und Clous-de-Paris-Muster.
Massivgoldene Indexe
Zeiger:
Dauphine-Zeiger für Stunde, Minute und Sekunde sowie Gangreserve und Drehmomentanzeige
Krone und Schieber:
Eine Krone zum Stellen der Uhr und zum Aufziehen
Ein Schieber für die Minutenrepetition bei 9 Uhr
Gehäuse:
Durchmesser: 44 mm
Material: 18 Karat Gelbgold (limitiert auf 100 Stück)
Uhrglas: Gewölbtes Saphirglas, Härtegrad 9, entspiegelt
Rückseite: Sichtboden mit Saphirglas und eingearbeiteter Lupe über der Hemmungseinheit
Wasserdichtheit: Bis 50 Meter
Armband:
Schwarzes oder braunes Alligatorlederband mit Doppelfaltschließe aus 18 Karat Gelbgold
Referenz:
Q5011410 (Gelbgold) (limitiert auf 100 Stück)